gross und schwer und voller Schnickschnack....

  • ....waren meine Gedanken, als ich mich der K1600GT erstmals auseinander setzte. Nun habe ich das Teil seit 3 Monaten und es ist Zeit für ein Fazit. Gross? Das ist es definitiv und richtig aufgefallen ist es mir, als ich neben anderen Motorrädern parkte. Schwer? Auch dass ist eine Tatsache, nicht umsonst wurde ein Rückwärtsgang verbaut, dem ich immer wieder sehr dankbar bin, das er einfach für mich da ist. Schnickschnack? Und hier scheiden sich wohl die Geister.....Eine Stereoanlage brauche ich definitiv nicht und ehrlich gesagt verstehe ich nicht wirklich, warum so ein Ding serienmässig verbaut ist. Sowie eine passende Kappe gefunden ist, kommt die blöde Antenne weg.

    Alle anderen Dinge habe ich sehr schätzen gelernt, finde sie seeeehr nice to have. Der Schaltassistent funktioniert super, die verschiedenen Fahrmodi und Fahrwerkseinstellungen machen Sinn und einen spürbaren Unterschied. Da man diese im Menu einfach auswählt und den Rest das Bike automatisch erledigt, benutzt man sie auch tatsächlich. Die Berganfahrhilfe bzw. Handbremse, wenn es bergab geht, brauche ich weniger und doch immer wieder. Meine Garageneinfahrt ist abschüssig und muss mit einem Schlüssel bedient werden. Dank dieser Funktion kann ich beide Beine am Boden lassen. Bei der geringsten Neigung kommen einfach 350kg ins Rollen, da darf es diese Funktion haben.

    Das adaptive Kurvenlicht und die Lichtautomatik arbeiten einwandfrei. Griff- und Sitzheizung habe ich sehr schätzen gelernt, wobei ich schon bei früheren Motorrädern zumindest ne Griffheizung hatte. Die Zentralverriegelung für das Koffersystem ist super und sehr praktisch. Einziger Wermutstropfen hier ist, das das Topcase nicht einfach abgenommen werden kann.

    Das Notrufsystem werde ich hoffentlich nie benötigen.....die Höhenverstellung der Scheibe dagegen benutze ich quasi täglich.

    Das Motorrad ist nicht für die Rennstrecke gebaut, so finde ich den wartungsfreien Kardanantrieb einfach sehr praktisch. Sportlich fahren kann man trotzdem und zwar deutlich besser als erwartet. Wenn die Masse erst einmal in Bewegung gesetzt ist, fährt das Ding wie auf Schienen und Power bringen die 6 Zylinder auch definitiv ausreichend auf den Asphalt. Genauso gut kann man auch entspannt cruisen und reisen. Für mich und meine Frau also eine Wahl, die passt, wie Arsch auf Eimer! :) Da meine Frau selber nicht fährt, aber liebend gern dabei ist, haben wir für uns das passende Bike gefunden.

    Und ich glaube, hier liegt der Kern des Ganzen. Man muss das individuell passende Motorrad finden, um wirklich happy zu sein. Der Markt und die Möglichkeiten sind riesig, so gibt es für verschiedene Lebensphasen immer auch das richtige Motorrad. Früher waren leichte und kräftige Streetfighter voll mein Ding und heute ist es halt.....der Kiosk! :D

    ...Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann.

  • Gut erkannt. Wir sind auch meistens zu Zweit unterwegs. So sind wir von der Intruder über Pan European zur Ultra Glide gekommen. Aber nach 40000 km haben wir uns eine Tiger Explorer gekauft. Warum? Die Sitzposition ist einfach viel bequemer. Man kann auch einmal die Beine baumeln lassen und ist nicht im Sofa eingeklemmt. Wie du schreibst, es gibt viele Möglichkeiten, man muss einfach nur das für sich passende finden.

    Ich kaufe mir jetzt ein Fernglas? Und dann? Dann seh ich weiter.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!