Autor Thema: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?  (Gelesen 1344 mal)

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Offline freak

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Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« am: 22. März 2017, 23:59 »
hallo zusammen

weis jemand von euch was hier falsch gelaufen ist? die kette ist noch keinen viertel verschlissen (anhanden des nachspannens), lässt sich nur 2-3 mm vom hinteren zahnkranz abhebe und der ganze ketenkitt wurde zusammen ausgetauscht. der hintere zahnkranz zeigt auch erst erste verbrauchsspur en...
ist bisher der dritte kettenkit  den ich auf meiner transalp habe aber das ist mir da erste mal passiert.

danke für jede hilfe
freak
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Offline Steff

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #1 am: 27. März 2017, 18:56 »
Ganz ehrlich, da hab ich nicht wirklich einen Plan. Eventuell zu stark gespannt  :icon_nixweiss:
An meiner Tiger muss ich auch den ganzen Satz wechseln, aber dies nach 60t-km  :icon_cool:

Gruess Steff
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man

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #2 am: 28. März 2017, 00:15 »
Sag lieber wo du es gekauft hast und wie viel das kostete?
Meine Meinung nach China Ware das Ritzel sieht aus als wäre es nicht gehärtet oder nicht ausgetauscht worden!
Hab schon viele gesehen wo das Ritzel nicht ersetzt wurde weil der Mech das Teil nicht drab bekam.

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #2 am: 28. März 2017, 00:15 »
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Offline Abyss

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #3 am: 31. März 2017, 09:15 »
Und das Teil hat noch gezogen ??  :icon_eek:
Ne, oder ??  :icon_rolleyes:

IMHO war dann die Kette eh zu stramm! (Aber nicht der Hauptgrund)

Wäre sie richtig eingestellt, also so, dass sie bei längstem Abstand zwischen Getriebeausgan gswelle und HR-Achse (nenne wir das mal den LMA wie Längst-Möglichen-Abstand), noch leichtes Spiel hat, dann hätte die Kette beim ersten Lastwechsel auf Schiebbetrieb über diese, na ja.. Zähne kann man sie wohl nicht mehr nennen, springen bzw. gleiten müssen. Dass diese Zahn-Stümmelchen noch halbwegs zuverlässig gezogen haben sagt mir irgendwie, dass die Kette eher zu stramm gewesen sein muss.
Eine zu stramme Kette kann reissen und sich einfach abwickeln und dich mitten auf der Kreuzung unverhofft stehen lasen oder sie kann dir in Nullkommanix das Hinterrad blockieren und dann verlässt du das Mopped im Schwierigkeits grad 9.9, noch bevor du "«Scheibe»" denken konntest.
Auf Dauer kann sie dir die Welle verbiegen oder sollte sie am Stück vom Ritzel fallen, weil einfach keine Zähne mehr da sind, kann sie zwischen Ritzel und Motorblock rutschen, sich da verklemmen und wenn du grad schnell genung unterwegs warst, den Motorblock auf fräsen wie ne Sardinendose.
Such dir was aus.

Das Abheben der Kette vom Kettenrad sagt mehr über den Zustand des Kettenrades aus aber nicht viel über die Kette.


Mal abgesehen davon, und das war wohl eher der Grund dieses Bildes, war das Ritzel qualitativ offensichtlich bedeutend schlechter als der Rest vom Kettensatz.

Ich setze seit Jahren auf D.I.D X-Ring Ketten und Ritzel/Kettenblatt von AFAM.
Die Kombi hält auf meiner AT sehr lange und verschleisst so, dass ich wieder nen kompletten Satz aufs mal tauschen kann.


Aber generell:
Die von Honda empfohlene Ketten-Einstellung ist unzuverlässig und systembedingt falsch bzw. brutal ungenau.
Honda sagt: Auf dem Sitenständer soll sich der untere Lauf der Kette 3-4cm rauf und runter bewegen lassen.
Honda muss die Angabe notgedrungen auf dem Seitenständer angeben, da ein Hauptständer Zubehör und nicht im Lieferumfang der Transe enthalten ist.

Das Problem ist, dass die Einstellung unter Last des Moppeds vorgenommen wird und somit ist sie abhängig von Ladung, deiner aktuellen Feder-Vorspannung und dem Allgemeinzusta nd deines Federbeins.
Ist das Federbein seit 20 Jahren nicht überholt worden ist es vermutlich durchgeritten und die Kiste sitzt eher zu tief. Wenn du so also 3-4 cm Spiel einstellst ist die Kette viel zu lasch, da sich die Schwingenposit ion schon viel näher am LMA befindet. Hast du aber die Vorspannung am Federbein zu hoch eingestellt, wird die Kette mit der gleichen Einstellung viel zu stramm, da es viel weiter ist zum LMA.

Mach dir also 1x die Mühre das Federbein unten auszuhängen und die Schwinge von Hand zu heben bis du den LMA gefunden hast. Dann kannst die Schwinge so weit unterlegen, dass du in Ruhe die Kette so einnstellen kannst, dass in dieser Schwingen-Position noch ein minimales Spiel vorhanden ist. Wenn du Offroad fährst noch nen Tick mehr. So dass ein ins Kettenrad geratener Ast nicht gerade zur Katastrophe führen würde.
Dann baust du das Federbein wieder ein ohne die Kettenlänge zu ändern, stells die Karre auf den hoffentlich vorhandenen Hauptständer und ermittelst eine möglichst simple Methode wie du genau diese Kettenspannung immer wieder findest.

In Zukunft kannst du die Kettenspannung dann auf dem Hauptständer prüfen/einstellen. Da so die Schwinge im Federbein hängt, hast du immer die gleichen Rahmenbedingun gen und kannst die Kette sogar unter Voll-Reisebeladung an der Tanke kurz checken. Diese Einstellung ist dann immer die gleiche und vor allem die einzig richtige.
Alles andere, insbesiondere die Honda-Methode ist Bullshit!

« Letzte Änderung: 31. März 2017, 23:16 von Abyss »
Gruess
ABYSS

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Offline freak

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #4 am: 02. April 2017, 05:51 »
Danke der Antworten

Es wurde der ganze Kettenkit getauscht, ich habe das selbst gemacht. Woher die Teile kamen und von welchem Hersteller weis ich nicht mehr, da ich die unterwegs eingekauft habe, gut möglich das hier drastische Qualitätsunterschiede vorlagen.

Die Kette ist immer öfters durchgerutscht, dadurch hab ich das erst bemerkt.

Das die Kette auf keinen Fall zu stramm sein soll ist mir bekannt. Ich halt sie so, dass sie vollbeladen (Gepäck und ich) noch ca. 1-2cm Spiel hatt, sollte dan nicht mehr weit vom LMA entfernt sein.

Von jetz an werd ich da einfach öfters nen Kontrollblick drauf Werfen.

Allzeit gute Fahrt
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Offline vanlore

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #5 am: 03. Mai 2017, 18:03 »
Zunächst einmal: eine Kette darf nicht zu arg gespannt sein. Unten in der Mitte sollte sie sich schon mit den Fingern mind. 2-3 cm nach oben/unten bewegen lassen. Das probiert man aber an der strammsten Stelle der Kette, also erst das Hinterrad drehen, bis der Durchhang unten am geringsten ist.

Eine Kette längt sich mit der Zeit. Meist sogar ungleichmäßig. Wenn du am Hinterrad drehst, sollte sie sich unten am Durchhang nicht zu arg von selbst nach oben /unten bewegen. Ein Maß für den Verschleiß ist natürlich auch, wie weit das H-Rad schon nach hinten verschoben wurde. Viele Mrds haben dort sogar eine Verschleißanzeige. Versuche aber auch mal, am Kettenrad (hinten) ein anliegendes Kettenglied mit den Fingern anzuheben. Lässt es sich deutlich vom Kettenrad abheben, wird es Zeit für einen Wechsel.

Ob ein Kettenrad/Ritzel verschlissen ist, erkennst du, wenn du genau hinsiehst. Die Zähne sollten symmetrisch aussehen, nicht auf einer Seite deutlich abgenutzt.

Wenn du wechselst, tausche doch gleich alles aus. Kette, Ritzel vorne und Kettenrad hinten...
« Letzte Änderung: 17. Mai 2017, 16:49 von vanlore »
Wer bremst lebt länger

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Re: Ritzelverschleiss - was lief hier schief?
« Antwort #5 am: 03. Mai 2017, 18:03 »
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