(Archiv)
 
   Übersicht   Hilfe Suche  
Seiten: [1] 2   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Alkoholisierter Motorradfahrer stürzt und verletzt sich  (Gelesen 4196 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Klon
Board Moderator
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2042


avec-fraktion


WWW
« am: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 05:24:42 »

Schaffhausen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, kurz vor Mitternacht, ist ein alkoholisierter Motorradfahrer auf der Bachstrasse gestürzt, wobei er sich leicht verletzte.

Der Motorradfahrer fuhr auf der Bachstrasse in Richtung Güterbahnhof. Höhe Bachschulhaus kam der Motorradfahrer, welcher lediglich im Besitz eines Lernfahrausweises ist, zu Fall. Das Motorrad schleuderte gegen die Verkehrsinsel und kam auf der Gegenfahrbahn massiv beschädigt liegend zum Stillstand. Beim Sturz verletzte sich der Lenker leicht. Aufgrund festgestellter Alkoholsymptome wurde eine Blutprobe angeordnet und der Lernfahrausweis polizeilich zuhanden der Administrativbehörde abgenommen.

polizeinews.ch
Gespeichert

susiwong
Pässeflitzer
*
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 528


Gönn Dir eine Pause


WWW
« Antworten #1 am: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 09:36:24 »

Tia.... Titel ist nicht korrekt. Ob Alkoholisiert oder nicht, steht noch nicht fest. Es wurde eine Blutprobe entnommen.
Er hat nur sich selber verletzt, was ich als Glück betrachte.
Ich selber trinke Null Alkohol, sobald ich Töff oder Auto fahre. Nur bei Velo mach ich die berühmte 1Glas - Ausnahme.
Gespeichert

" border="0
Klon
Board Moderator
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2042


avec-fraktion


WWW
« Antworten #2 am: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 09:39:18 »

Tia.... Titel ist nicht korrekt. Ob Alkoholisiert oder nicht, steht noch nicht fest. Es wurde eine Blutprobe entnommen.
Er hat nur sich selber verletzt, was ich als Glück betrachte.
Ich selber trinke Null Alkohol, sobald ich Töff oder Auto fahre. Nur bei Velo mach ich die berühmte 1Glas - Ausnahme.


deshalb wirds mit Quellenverweis angegeben...
Wurde so übernommen.
"Tüpflisch...er"  innocent lol
Gespeichert

susiwong
Pässeflitzer
*
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 528


Gönn Dir eine Pause


WWW
« Antworten #3 am: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 10:09:44 »

 icon_eek icon_biggrin
ja... bin eben etwas empfindlich, wenn schon im Voraus verurteilt wird. Bei Haider ist auch erst spät klar geworden,
dass er alkoholisiert und rasend schnell unterwegs war. Weil so bekannte Persönlichkeit wurde da auch vorher
sehr vorsichtig berichtet. Das würde ich mir für Alle wünschen. Nicht nur für VIP's....  rolleyes
Gespeichert

" border="0
voni
Lernfahrer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 83



WWW
« Antworten #4 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 05:58:35 »


Zitat
Bei Haider ist auch erst spät klar geworden,
dass er alkoholisiert und rasend schnell unterwegs war. Weil so bekannte Persönlichkeit wurde da auch vorher
sehr vorsichtig berichtet.

genau dass stört mich persönlich. Da baut einer nen Unfall stirbt und es wird überall über einige Tage berichtet, wieso, weshalb, warum und hätte er doch etc..., dabei kann der Alkohol im Blut schon bei der ersten Untersuchung gemessen werden (hatte ja das vierfache des erlaubten Limits).  Es sollte nicht lange um den Brei gefaselt, sondern die Tatsachen offen dargelegt werden, ob VIP oder NON-VIP ist egal, ist auch nur ein Mensch.
Gespeichert

Handwink
voni
Tramper
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 684



« Antworten #5 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 07:52:57 »

Tia.... Titel ist nicht korrekt. Ob Alkoholisiert oder nicht, steht noch nicht fest. Es wurde eine Blutprobe entnommen.


Ab wann darf man von einem alkoholisiertem Fahrer sprechen? Die Polizei tat es, weil der Verunfallte die typischen Symptome von überhöhtem Alkoholkonsum zeigte und die Aussage des Verunfallten sich mit dem Wert des Alcotester (Atemlufttest) etwa übereinstimmte. Aus formellen Gründen wird bei solchen Vorzeichen ein Blutalkoholtest vom Polizeibeamten vor Ort angeordnet damit es auch schriftlich zu Handen der Untersuchungsbehörde dokumentiert ist. Aus Erfahrung weiss ich, dass die angeordneten Blutproben in der Regel nur 0,2 Promille von den Schätzungen der Beamten resp. dem Atemlufttest differiren. Zudem ist der Atemlufttest die A-Probe und zur Kontrolle wird die B-Probe (Blutuntersuchung) angeordnet. Wobei juristisch nur die Blutprobe zählt, weil im Gesetztestext klar der Blutalkoholwert definiert ist.

Darum stimmt der Titel auch wenn er Wochen vor dem rechtskräftigen Urteil geschrieben wurde. Zudem haben Polizeibeamte und Rettungsdienstler ein Gespühr für sowas und sind nicht Geräte gläubig, wir benutzen die Gerätschaften nur um unsere Beobachtungen bestätigen zu lassen.

Im Fall Haider war aufgrund des Unfallbildes und der Zeugenaussagen schon bei der Unfallaufnahme klar, dass drei Faktoren im Vordergrund standen:  übersetzte Geschwindigkeit (ersichtlich an den Schäden am Fahrzeug und der Unfallspur), Übermüdung des Fahrers (Heimfahrt frühmorgens nach einem langen Arbeitstag) und Alkohol (Atemluft, Ausdünstung und Mundgeruch rochen eindeutig nach Alkoholkonsum). Fremdeinwirkung konnte bereits auf dem Unfallplatz ausgeschlossen werden, da keine Indizien dafür gefunden werden konnten.

Als am späten Morgen die Unfallbilder und der Tagesablauf von Herrn Haider veröffentlicht wurden, konnten auch Unbeteiligte Schlüsse daraus ziehen wie es zu dem Unfall kam. Die gerichtsmedizinischen Ergebnisse bestätigten das Bild am Unfallort, darum kann man auch bei diesem Unfall nicht von einer Vorverurteilung sprechen.

Grüessli Tramper
Gespeichert

Stay save
Ventus2cx
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 992



« Antworten #6 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 07:56:48 »

Tia.... Titel ist nicht korrekt. Ob Alkoholisiert oder nicht, steht noch nicht fest. Es wurde eine Blutprobe entnommen.


Ab wann darf man von einem alkoholisiertem Fahrer sprechen? Die Polizei tat es, weil der Verunfallte die typischen Symptome von überhöhtem Alkoholkonsum zeigte und die Aussage des Verunfallten sich mit dem Wert des Alcotester (Atemlufttest) etwa übereinstimmte. Aus formellen Gründen wird bei solchen Vorzeichen ein Blutalkoholtest vom Polizeibeamten vor Ort angeordnet damit es auch schriftlich zu Handen der Untersuchungsbehörde dokumentiert ist. Aus Erfahrung weiss ich, dass die angeordneten Blutproben in der Regel nur 0,2 Promille von den Schätzungen der Beamten resp. dem Atemlufttest differiren. Zudem ist der Atemlufttest die A-Probe und zur Kontrolle wird die B-Probe (Blutuntersuchung) angeordnet. Wobei juristisch nur die Blutprobe zählt, weil im Gesetztestext klar der Blutalkoholwert definiert ist.

Darum stimmt der Titel auch wenn er Wochen vor dem rechtskräftigen Urteil geschrieben wurde. Zudem haben Polizeibeamte und Rettungsdienstler ein Gespühr für sowas und sind nicht Geräte gläubig, wir benutzen die Gerätschaften nur um unsere Beobachtungen bestätigen zu lassen.

Im Fall Haider war aufgrund des Unfallbildes und der Zeugenaussagen schon bei der Unfallaufnahme klar, dass drei Faktoren im Vordergrund standen:  übersetzte Geschwindigkeit (ersichtlich an den Schäden am Fahrzeug und der Unfallspur), Übermüdung des Fahrers (Heimfahrt frühmorgens nach einem langen Arbeitstag) und Alkohol (Atemluft, Ausdünstung und Mundgeruch rochen eindeutig nach Alkoholkonsum). Fremdeinwirkung konnte bereits auf dem Unfallplatz ausgeschlossen werden, da keine Indizien dafür gefunden werden konnten.

Als am späten Morgen die Unfallbilder und der Tagesablauf von Herrn Haider veröffentlicht wurden, konnten auch Unbeteiligte Schlüsse daraus ziehen wie es zu dem Unfall kam. Die gerichtsmedizinischen Ergebnisse bestätigten das Bild am Unfallort, darum kann man auch bei diesem Unfall nicht von einer Vorverurteilung sprechen.

Grüessli Tramper


Ich zweifle langsam ernsthaft an deinem Berufsbild, wenn ich solche Behauptungen sehe! Auch wenn der Polizist Alkoholympthome festgestellt hat, war das nur seine Einschätzung der Situation (welche stimmen kann, aber nicht muss) daher gilt ganz klar die UNSCHULDSVERMUTUNG bis das Resultat feststeht.
Gespeichert

You can do wathever you want but nothing can replace the rush you can get from a Kawasaki Ninja

The new Kawasaki Ninja ZX-6R => Race ready, street legal - barely..........
jwshome
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3807


Fraktion Jurasüdfuss


« Antworten #7 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 08:38:39 »

Ich zweifle langsam ernsthaft an deinem Berufsbild, wenn ich solche Behauptungen sehe! Auch wenn der Polizist Alkoholympthome festgestellt hat, war das nur seine Einschätzung der Situation (welche stimmen kann, aber nicht muss) daher gilt ganz klar die UNSCHULDSVERMUTUNG bis das Resultat feststeht.

Hmm, was hat eine private Meinung mit dem Berufsbild zu tun? Für die Einschätzung des Bewusstseinszustandes eines Patienten ist es sehr wohl wichtig, Beeinflussungen durch Alkohol, Drogen etc. auszuschliessen, um eine adäquate Therapie einleiten zu können. Das hat mit Vorverurteilung nichts, aber auch garnichts zu tun.

Jörg
Gespeichert

En liäbe Gruess
JWSHOME  
            
Tramper
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 684



« Antworten #8 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 10:09:40 »


Ich zweifle langsam ernsthaft an deinem Berufsbild, wenn ich solche Behauptungen sehe! Auch wenn der Polizist Alkoholympthome festgestellt hat, war das nur seine Einschätzung der Situation (welche stimmen kann, aber nicht muss) daher gilt ganz klar die UNSCHULDSVERMUTUNG bis das Resultat feststeht.

Es sind verschiedene Faktoren die die Unschuldsvermutung entkräfteten und die kannst du nicht weg reden. Der Bluttest lag 0,1 Promille über dem Wert den der Atemlufttest auf der Unfallstelle ergab. Dass das Resultat des Alcotester einigermassen plausiebel war, wurde durch die Aussage des Verunfallten und die Symptome bereits auf der Unfallstelle bestätigt. Darum konnte der später durchgeführte Bluttest kein wesentlich anderes Ergebnis liefern.

Dass du jetzt nur den Bluttest oder das rechtskräftige Urteil als Beweis akzeptierst, ist deine Sache. Für die Polizei und den Rettungsdienst genügen die Anzeichen auf Alkoholkonsum, denn für unsere Arbeit ist es nicht wichtig wie hoch der Promillepegel ist, sondern nur ob Alkohol im Spiel ist oder nicht. Meine Einschätzungen sind ziemlich genau, denn der Alkohol beim Patienten hat grosse Auswirkungen auf meine Arbeit wobei es unerheblich ist ob jetzt  0,5 oder 2 Promille sind. Die Polizei muss da schon genauere Werte haben und da machen schon 0,2 Promille einen grossen Unterschied, wobei sie haben ja den Atemlufttest der ziemlich genau ist und die Beobachtungen bestätigen.

Übrigens es kann auch zu einer Verurteilung wegen Alkohol am Steuer kommen, auch wenn der Bluttest nur 0,4 Promille ergibt, denn die Promillewerte sind nur wichtig für das Strafmass das bei einer Verurteilung festgelegt wird.

Aber aus Erfahrung weiss ich dass die Leute den Begriff alkoholisiert erst benützen wenn einer lallt, schwankt und sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Die Polizei und der Rettungsdienst benützen diesen Bergriff schon viel früher und nicht erst ab 1,8 Promille. Zudem erkennst du langjährige Alkoholiker an den Äusserlichkeiten nicht wenn sie ihren Pegel haben, auch wenn dieser bei 2 Promille oder darüber liegt. Auffällig werden sie erst, wenn sie drunter sind (Entzugserscheinungen) oder darüber (typische Alkohol Symptome).

Ich erlebe es an jedem Wochenende im Dienst, dass 1 Cüpli und 1 Gummibärli (Aussage der Patientin oder deren Begleitung auf die Frage wieviel sie getrunken hat) einen Bluttestwert von 2,4 Promille ergibt! Die Flasche Vodtka und die Dose RedBull kurz vor dem Ausgang wird uns hartnäckig verschwiegen und wenn wir den Ausdruck alkoholisierte Person benützen ist Zunder im Dach, weil die angegebene Menge (Cupli & Gummibärli) nicht ausreicht um besoffen zu sein. Die Bewusstlosigkeit der Patientin, weshalb wir ja gerufen wurden, muss zwingend von K.O. Tropfen herrühren. Die Polizei und wir im Rettungsdienst können solche Stories nicht mehr hören, denn wir kennen die Symptome von K.O. Tropfen, Alkohol, Medikamentenmissbrauch, Drogen und Rauschgifte sehr genau und da brauchen wir kein Screening Test dazu, denn in über 90% der Fälle liegen wir mit unseren Vermutungen richtig.

Aber zurück zum Thema. Leider ist Alkohol und Drogen im Strassenverkehr immer noch ein Kavliersdelikt in der Bevölkerung. Die Eigeneinschätzung lässt es zu dass man auch mit 1,5 Promille noch im Stande fühlt sicher am Verkehr teilzunehmen. Tests und wissenschaftliche Untersuchungen haben aber ergeben, dass schon bei 0,4 Promille Blutalkohol die Verkehrstauglichkeit negativ beeinflusst resp vermindert und zwar so stark, dass andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Leider verhindern wirtschaftliche Intreressen und der Selbstschutz, dass in der Schweiz die 0,0 Promillgrenze im Strassenverkehr eingeführt wird.  Denn dann wäre der Begriff alkoholisiert auch allen klar; jeder der Alkohol getrunken hat, ist für die Stunden bis der Alkohol im Blut abgebaut ist alkoholisiert. Darum kann vom Wort alkoholisiert auch nicht abgeleitet werden wieviel jemand getrunken hat resp. wieviele Promille Blutalkohol vorhanden ist. Darum greift die Unschuldsvermutung wie sie von Ventus2cx zitiert wird nicht, denn man kann in der Schweiz alkohilisiert legal ein Fahrzeug führen, sofern der Blutalkoholspiegel die 0,5 Promille nicht übersteigt.

Grüessli Tramper

Gespeichert

Stay save
lalü
Lernfahrer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 170



« Antworten #9 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 10:37:22 »

sage nur selberschuld. habe kein bedauern mit solchen menschen.  0,0 promille beim führen sämtlicher fahrzeuge sollte man einführen und das zuwiederhandeln mit lebenslangem führerschein entzug bestrafen.
gruss
lalü
Gespeichert

http://www.ig-motorrad.ch/ mit machen lohnt sich
Ventus2cx
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 992



« Antworten #10 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 21:12:08 »

Darum greift die Unschuldsvermutung wie sie von Ventus2cx zitiert wird nicht, denn man kann in der Schweiz alkohilisiert legal ein Fahrzeug führen, sofern der Blutalkoholspiegel die 0,5 Promille nicht übersteigt.

Grüessli Tramper



Totally missing the point! Es geht hier einfach ums Prinzip, dass man nicht jemanden schon im Voraus verurteilt. Was würdest du sagen, wenn dein Nachbar in der Zeitung schreibt, dass du Pädophil wärst weil du z.B. schon mal in Belgien warst? Würde dich das freuen? Ich denke nicht. Es gibt immer Indizien aber solange sie nicht bestätigt sind gilt die Unschuldsvermutung, egal wie offensichtlich ein Vergehen zu sein scheint.
Gespeichert

You can do wathever you want but nothing can replace the rush you can get from a Kawasaki Ninja

The new Kawasaki Ninja ZX-6R => Race ready, street legal - barely..........
Dieter_N
Lernfahrer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 27



« Antworten #11 am: Freitag, 17. Oktober 2008, 22:01:54 »

... denn in über 90% der Fälle liegen wir mit unseren Vermutungen richtig.

Knapp 10% Fehlurteil.
Gespeichert

Gruß
Dieter

DragonTuX
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3114


Wildsau-Fraktion


WWW
« Antworten #12 am: Samstag, 18. Oktober 2008, 01:11:01 »

Darum greift die Unschuldsvermutung wie sie von Ventus2cx zitiert wird nicht, denn man kann in der Schweiz alkohilisiert legal ein Fahrzeug führen, sofern der Blutalkoholspiegel die 0,5 Promille nicht übersteigt.

Grüessli Tramper



Totally missing the point! Es geht hier einfach ums Prinzip, dass man nicht jemanden schon im Voraus verurteilt. Was würdest du sagen, wenn dein Nachbar in der Zeitung schreibt, dass du Pädophil wärst weil du z.B. schon mal in Belgien warst? Würde dich das freuen? Ich denke nicht. Es gibt immer Indizien aber solange sie nicht bestätigt sind gilt die Unschuldsvermutung, egal wie offensichtlich ein Vergehen zu sein scheint.
Hä? Ihr habt doch beide Recht  confused_02

Ventus sagt, dass alle Unschuldig sind bis das Gegenteil bewiesen ist.
Und Tramper sagt, dass man alkoholisiert Fahren darf ohne gegen das Gesetz zu verstossen.

Beide Aussagen widersprechen sich in keinster Weise  thumbsup


Die einzige Vorverurteiling die je stattgefunden hat, ist die der Leser des Titels, welche ihn so interpretieren, dass man meint der Junge wäre besoffen gewesen (auch wenn sich im Nachhinein wahrscheinlich herausstellen wird, dass es so gewesen ist.)
Gespeichert

.:: Gruess & en gueti Fahrt ::: DragonTuX ::.

» Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen. « (Dieter Hildebrandt, dt. Kaberettist, *1927)
Tramper
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 684



« Antworten #13 am: Samstag, 18. Oktober 2008, 05:16:20 »

... denn in über 90% der Fälle liegen wir mit unseren Vermutungen richtig.

Knapp 10% Fehlurteil.

Stimmt, aber wir im medizinischen Bereich gehen immer vom schlimmsten Fall aus und versuchen dann im Ausschlussverfahren auf die 100% zu kommen. Aber die Diagnosemittel vor Ort reichen dazu nicht aus. Bei einem Verkehrsunfall ist aber meistens die Polizei mit dem Atemlufttest vor Ort und klärt das. Die 10% Fehlurteile beziehen sich vorallem auf die Menge, denn es ist nicht so einfach herauszufinden, ob jemand jetzt 3 Bier oder 2 Bier und 3 Whiskey getrunken hat, vorallem bei Alkoholikern gibt es oft die Fehlurteil, dass wir die Menge unterschätzen.
Leider schlüpfen so manche Alkoholiker, denn wir dürfen wegen der Schweigepflicht der Polizei keine Hinweise geben. Ich habe einen Stammgast, der braucht 2 Promille um zu funktionieren, wenn er die hat, zeigen sich keine einzigen Symtome von seiner alkoholisiertheit, und so schöpften die Polizeibeamten keinen Verdacht und er fährt weiterhin stark alkohlisiert Auto!


Totally missing the point! Es geht hier einfach ums Prinzip, dass man nicht jemanden schon im Voraus verurteilt. Es gibt immer Indizien aber solange sie nicht bestätigt sind gilt die Unschuldsvermutung, egal wie offensichtlich ein Vergehen zu sein scheint.

Bestätigung in allen Fällen ist der Atemlufttest. Nur der Atemlufttest ist juristisch zu ungenau (bis zu 0,3 Promille und häufig Fehlmessungen die kein Resultat liefern) und das Geräte könnte mal einen Defekt haben, darum wird zur genauen Feststellung des Blutalkohlgehaltes ein Bluttest gemacht. Dass er schon über den erlaubten 0,5 Promille lag zeigten schon die Symptome, die Unfallsituation und seine Aussage über die getrunkene Alkoholmenge.  Wir tun keinen vorverurteilen, aber auch ohne Bluttest können wir feststellen ob einer über den 0,5 Promille liegt oder nicht.

Grüessli Tramper
Gespeichert

Stay save
Ventus2cx
Fussrastenschleifer
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 992



« Antworten #14 am: Samstag, 18. Oktober 2008, 08:06:22 »

Dass er schon über den erlaubten 0,5 Promille lag zeigten schon die Symptome, die Unfallsituation und seine Aussage über die getrunkene Alkoholmenge.  Wir tun keinen vorverurteilen, aber auch ohne Bluttest können wir feststellen ob einer über den 0,5 Promille liegt oder nicht.

Herrlicher Widerspruch icon_rolleyes
Gespeichert

You can do wathever you want but nothing can replace the rush you can get from a Kawasaki Ninja

The new Kawasaki Ninja ZX-6R => Race ready, street legal - barely..........
Seiten: [1] 2   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.19 | SMF © 2006-2009, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Seite erstellt in 0.282 Sekunden mit 19 Zugriffen.