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Autor Thema: flaues Gefühl im Magen  (Gelesen 4446 mal)
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Ask_me
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« am: Donnerstag, 28. August 2008, 06:49:25 »

hallo Leute, nach rund 2.5 Jahren Fahren habe ich heute leider zum ersten Mal das Ergebnis eines Unfalls Auto-Moto ansehen müssen. Auf dem Weg nach von Zug nach Zürich über das Sihltal gibt es ein paar Einmündungen mit Beschleinigungs/Wartestreifen. Komme also dort an solch eine Einmündung (Auos vor mir hatten früh und weit sichtbar abgebremst, alle fahren ganz langsam vorbei)... eine GSX-R  liegt ca 5 m von dem Rider entfernt auf de Seite ..wir fahren zwischen Mensch und Maschine durch.. der Biker liegt auf dem Bauch, den Kopf etwas gedreht, Visir offen, hat Schutzkleidung an, die Jacke leider Textil... es stehen schon eine Menge Leute am Ort, alles ist offenbar so belassen, wie es ablief- Auto fährt auf die Hauptstrasse und haut Rider um; der liegt regungslos, das  Blutrinnsal von Richtung Helm (man kann es genau nicht sehen) ist schon gute 2m lang.... Was mich selbst schickiert und wenig gut fühlen lässt: ich wess nicht, ob der Kollege nun so liegt, wie er aufgekommen ist, oder ob das der Versuch einer stabilen Seitenlage war... hätte man ihm den Helm abnehmen sollen/müssen, was genau tun ? ... ich weiss es nicht .... der Erste Hilfe ist gute 20 Jahre her, ich werde mich zu einem Nothelferkurs anmelden... keine Hilfe leisten zu können, finde ich furchtbar... wenn ic an seiner Stelle wäre, wäre ich froh, wenn jemand bescheid wüsste.. kurz später höre ich das Horn des KraWa....ich hoffe, man konnet noch etwas für ihn tun.....

Auf der Strecke ist 60 und im Berufsverkehr ist da mehr auch nicht drin... wieder ein Beispiel, wie wichtig Schutzkleidung ist, auch, wenn ich mir nciht sicehr bin, ob dies was genützt hat....
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Norbert
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« Antworten #1 am: Donnerstag, 28. August 2008, 07:24:31 »

Sowas ist recht schockierend und ernüchternd nicht wahr! ging mir auch schon so, die ganzen Verdrängungsmechanismen das "Motorradfahren gar nicht gefährlich ist" funktionieren in dem Moment nicht mehr.

Finde es wichtig das Du für Dich erkannt hast, beim nächsten Unfall möchtest Du helfen. Wer weiss denn wie man genau einen Helm abnimmt? wie man die Atmung kontrolliert und im Notfall Atem spenden kann? Wäre mal gut wenn wir das (wie im Frühling bei Peters "bisch fit?"-Training) wiederholen. Wenn wer einen richtigen Nothelfer Kurs anbieten würde - ich wäre dabei!

Norbert
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I'm not totally useless, i can be used as a bad Example!
Ask_me
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« Antworten #2 am: Donnerstag, 28. August 2008, 07:37:39 »

Danke für Dein Feedback...

"Motorradfahren gar nicht gefährlich ist" - da mache ich mir nix vor, es IST gefährlich... ich kenne die Strecke gut und fahre bei (den) Einmündungen IMMER ganz links und beobachte diese.. habe mir schon so manchmal gedacht... wenn da nun einer reinfetzt....  habe im Net ein paar Doks gefunden, nach denen man den Helm NIEMALS abnimmt, wegen möglicher Brüche die Lage behutsam (wenn überhaupt) verändert, für Luftzufuhr sorgt (Visir auf)...
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brutale910
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« Antworten #3 am: Donnerstag, 28. August 2008, 07:57:10 »

Nun, gemäss Radiomeldung hat der Motorradfahrer den Unfall leider nicht überlebt.....

Ich war ja selber schon in der liegenden Situation. Ich war ansprechbar, und so gab es keinen Grund, meine Stellung, welche ich als bequem erfühlte, zu ändern oder mir den Helm abzunehmen. Zumal weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick ersichtlich war, was wo verletzt war. Wichtig ist vielleicht noch, zu sehen, ob im Bereich zwischen dem Mund nach vorne zum Helm genügend Abstand ist, um erbrechen zu können, ansonsten Erstickungsgefahr besteht.

Bei Bewusstlosigkeit kann man den Verunfallten in eine Seitenlage legen, da er ja nichts spürt. Dabei ist natürlich zu beachten, dass dies immer unter dem Aspekt geschieht, dass der Verunfallte Rückenverletzungen davongetragen haben könnte. Wenn man nicht weiss, wie mit dem Verunfallten umgehen, würde ich seine Lage erstmal gar nicht verändern und Atmung etc. überwachen. Ist er ansprechbar, fachgerecht in eine bequeme Lage bringen und so belassen, bis die Sanität eintrifft.

Norbert hat's erwähnt, Peter hatte im Frühjahr einen entsprechenden Kurs im Angebot. Als Auffrischung sicherlich sinnvoll.

Gruss, Martin
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Einen Streit gewinnt der, der ihn nicht beginnt.....
Ask_me
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« Antworten #4 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:06:19 »

welcher Sender ? 

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brutale910
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« Antworten #5 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:25:31 »

welcher Sender ? 

ööööööhhhhhh, ist meiner Ansicht nach nicht wichtig!

Ich wollte an sich nur mal meine Sicht als Verunfallter darstellen. Und die besagt, dass ich als ansprechbare, verunfallte Person am liebsten in der gefallenen Lage liegengelassen oder durch fachlich einwandfreies Handeln in eine entsprechende Lage gebracht werden möchte.

Gruss, Martin
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Ask_me
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« Antworten #6 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:27:18 »

ich will eine mail an den Sender schicken.... DARUM ist es wichtig...
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Nordlicht
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Ich dich auch!


« Antworten #7 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:27:37 »

Zum Helm: Solange ansprechbar, kann man das ja erfragen. Wenn aber Erstickungsgefahr besteht, ist möglicherweise eine verletzte Wirbelsäule das geringere Übel im Vergleich zum Tod. Ob ich persönlich diese Meinung teile, ist eine andere Frage...

Ich kann dich nur in Bezug auf die Kleidung beruhigen: Gegen einen Aufprallunfall schützt dich Leder ebenso wenig wie Textil. Es hält eventuell die Gedärme etwas beisammen, wenn das eigene Leder gerissen ist....
Aber der Hauptvorteil von Leder liegt ja in der Abriebfestigkeit. Mal ehrlich, die Hautabschürfungen wären sicher das geringste Problem gewesen.
Leider funktioniert das Internet so, dass aus einem Kommentar wie deinem in  ein paar Tagen eine Meldung entstehen kann nach dem Motto: "Textil taugt nichts - Motorradfahrer nach UNfall tot!" und zig Leser mit Nachdenkallergie plappern das dann munter nach...
Ich nutzte in der Sihltalstrasse auch immer jeden Meter Abstand zu dein Einbiegungen - aus eben dem Grund. Das Problem: Schon 2x hat das ein Auto als Einladung aufgefasst, sich noch neben mir einzuspuren icon_eek
Es hiolft wirklich nur eins: Möglichst vorausschauend fahren und alle denkbaren Fehler der Anderen mit einkalkulieren. Plus die eigenen...
Es ist schon viel zu lange her, dass ich meinen Nothelfer refreshed habe. Und bei dem letzten Unfall, bei welchem ich Ersthelfer war, musste ich mich nur daran erinnern, wie man den Tod eines Menschen feststellt. Das war in dem Fall leider leicht.
Dank der Hochbeinigkeit meiner GS und meiner eigenen Grösse kann ich glücklicherweise grade im Stau und dichten Verkehr weit über die Autos hinwegsehen. Das hilft etwas.
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brutale910
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« Antworten #8 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:31:58 »

ich will eine mail an den Sender schicken.... DARUM ist es wichtig...

Da würde ich mich eher an die Kantonspolizei wenden, wenn Du allenfalls denkst, etwas über (den Dir bekannten?) Motorradfahrer erfahren zu können. Die werden Dir aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Auskunft geben.

Gruss, Martin
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Einen Streit gewinnt der, der ihn nicht beginnt.....
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« Antworten #9 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:35:40 »

@Nordlicht

ich denke, wir brauchen nicht diskutieren, wie man am sicehesten da durchkommt... das ist uns allen klar und es bleibt ein Restrisiko...
Du hast allerdings Recht:  "kann dich nur in Bezug auf die Kleidung beruhigen: Gegen einen Aufprallunfall schützt dich Leder ebenso wenig wie Textil".
« Letzte Änderung: Donnerstag, 28. August 2008, 08:42:14 von Ask_me » Gespeichert
Ask_me
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« Antworten #10 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:44:23 »

@Brutale
ok, dann bin ich eben schräg, dass mich das Schicksal interessiert, an dem ich in gewisser Weise teilhaben musste... es amcht mir generell etwas aus, wenn ein Biker zu Schaden kommt... kenne ihn nicht, macht für mich aber keinen Unterschied; sowas zu lesen ist eines, sowas zu sehen - fütr mich - was anderes.
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Grazer
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« Antworten #11 am: Donnerstag, 28. August 2008, 08:46:11 »

also, diese situation, eden das auffahren auf eine schnellstraße oder autobahn und das vorhandensein eines fahrzeugs auf der rechten spur, welches dann "übersehen" wird und in weiterer folge zu unfällen führen kann, diese situation erlebe ich auf meinem täglichen arbeitsweg sehr oft...

und manchmal bin sogar ich das fahrzeug auf der rechten spur...

das problem beginnt meines erachtens damit, daß es entweder absolut in vergessenheit geraten oder einfach eine nicht mehr geistig nachvollziehbare grundlegende physikalische eigenschaft von seitenfenstern bei pkw's ist, daß diese in beiden richtung durchblickbar ist... fazit: ohne blick aus dem fenster und vor allem ohne blinker oder sonstigen kommunikationsmitteleinsatz wird aufgefahren, komme was wolle, weil, man kann danach, sofern man es dann überhaupt noch kann, immer noch sagen, man habe da was übersehen... in wirklichkeit ist es hirnlosigkeit und ignoranz, den anderen und sich selbst gegenüber!

meine ville ist nicht grad ein kleines moped, außerdem ist sie schwarz und im regelfall recht gut beleuchtet und dennoch werde ich regelmäßig von einigen autofahrern "übersehen"... ich nenne es "ignoriert"...

daher, wenn ich bei solch einer auffahrt regen verkehr auf die autobahn hinauf sehe, dann versuche ich, möglichst auf die linke spur zu kommen und mit fernlicht und möglichst auffällig die auffahrt zu passieren... und, sofern es der verkehr vor mir zuläßt, das ganze noch möglichst schnell und dabei immer bremsbereit...

bisher hat es funktioniert... wie lange noch, weiß ich nicht...

wie ich selber beim passieren oder beim hinzukommen reagieren würde, keine ahnung, aber eines weiß ich: der nächste erste-hilfe-kurs hat sicher einen fixteilnehmer: mich!
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wenn ich groß bin, werd' ich mal ein alter biker!
postrider
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« Antworten #12 am: Donnerstag, 28. August 2008, 09:39:29 »

noch was zum Nothelfer, man kann diesen in einer guten Fahrschule oder Samariterverein oder San Arena Zürich wiederholen. Wenn der Bedarf da ist kann man sich ja zusammenschliessen und so evtl. noch einen Mengenrabatt rausholen.

Frauchen und ich sind am letzten Sonntag an einen Selbstunfall am Albispass, unterhalb der S Kurve Fahrtrichtung Langnau, gefahren. Als ich sah das ein Motorrad unter der Leitplanke klebte lief es wie in einem Film vor meinen Augen ab, was mache ich zuerst, was mache ich bei einer Verletztung des/der Fahrer/in, Telefonnummer der Sanität,Rega,Polizei... Gottseidank war es nur Materialschaden, schade um die Tripel, und der Fahrer war wohlauf und zwei HD Fahrer waren schon vor uns am Unfallplatz eingetroffen.

Fazit: ein WK des Nothelfers schadet NIE
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Saludos

Postrider
Ask_me
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« Antworten #13 am: Donnerstag, 28. August 2008, 10:32:03 »

@Brutale
"ööööööhhhhhh, ist meiner Ansicht nach nicht wichtig!
Ich wollte an sich nur mal meine Sicht als Verunfallter darstellen"

Und nur dumm rumquatschen, oder was ? Die KaPo wird Mitte Machmittag eine Meldung dazu auf ihrer Site rausgeben, daher gehe ich nicht davon aus, dass es im Radio schon etwas gab...Polizeinews wissen auch noch nx
« Letzte Änderung: Donnerstag, 28. August 2008, 10:34:09 von Ask_me » Gespeichert
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« Antworten #14 am: Donnerstag, 28. August 2008, 11:09:34 »

Hallo zusammen

Es ist immer schlimm, wenn jemand bei einem Unfall zu Schaden kommt.

Was die Hilfe anbelang, so lernen wir als Samariter, dass bei einem Bewusstlosen der Helm vorsichtig abgenommen wird und dann der Verunfallte auf eine stabile Seitenlage gebracht wird. Den Helm ab, weil, sollte er plötzlich nicht mehr atmen kann man sofort reagieren und beatmen, allenfalls auch Reanimieren.

Ist der Verunfallte ansprechbar, herausfinden was im am liebsten ist, eventuell zieht er den Helm auch selbst ab.

Grüesse
Chrige
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