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Autor Thema: Verletzung jeglicher Art auf der Rennstrecke  (Gelesen 5323 mal)
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Chäspu
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Play with gravity - Ich bin ein Kurvenjunkie


« am: Donnerstag, 18. Dezember 2008, 21:16:04 »

Wenn man auf die Rennstrecke geht(nur Freizeitbeschäftigung: keine rennen oder ähnliches) und ohne Sturz nach hause geht ist da nie ein Problem.
Wenn aber mal was passieren würde, was dann..?
Die Versicherungen sagen dann es sei ein Wagniss und deshalb nicht versichert!
Von der SUVA wurde mir gesagt: wenn keine Zeit gemessen wird und es sich lediglich um 'Freizeitbeschäftigung' handle(kein trainieren für Rennen), sei ein unfall voll gedeckt..

Wer hat da shon erfahrungen gemacht?
Muss man speziell dafür eine versicherung abschliessen?

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Gruss an Alle
cbwbiker
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« Antworten #1 am: Donnerstag, 18. Dezember 2008, 22:00:00 »

Also die Frag beschäftigt immer wieder. Meines Wissens ist es so, dass dir dir Versicherungen bei "nur" Trainingsfahrten die Versicherungsleistungen nicht kürzen darf. Ich weiss von einem, der glaube ich diese Saison mit FVP auf der Strecke war. Hatte einen tragischen Unfall und sitzt meines Wissens heute leider im Rollstuhl. Da wollte die Versicherung auch die Leistungen kürzen, was offenbar jedoch nicht gestattet wurde, da keine Zeitmessung bei FVP genommen wurde.

Vlt ist ja hier der ein oder andere Versicherungskundige hier der sich genau auskennt und evt entsprechende Rechtsatikel verweisen kann.

Zurzeit wird auch an einer speziell für Rennstrecke gedachten Versicherung gearbeitet. Mehr dazu gibt's im r4f nachzulesen


Gruss
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Ventus2cx
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« Antworten #2 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 08:37:52 »

Wenn man auf die Rennstrecke geht(nur Freizeitbeschäftigung: keine rennen oder ähnliches) und ohne Sturz nach hause geht ist da nie ein Problem.
Wenn aber mal was passieren würde, was dann..?
Die Versicherungen sagen dann es sei ein Wagniss und deshalb nicht versichert!
Von der SUVA wurde mir gesagt: wenn keine Zeit gemessen wird und es sich lediglich um 'Freizeitbeschäftigung' handle(kein trainieren für Rennen), sei ein unfall voll gedeckt..

Wer hat da shon erfahrungen gemacht?
Muss man speziell dafür eine versicherung abschliessen?



Ich habe das mit meiner Versicherung abgeklärt (auch für andere Sportarten). Sämtliche Unfälle (Vorsicht, nicht alles ist ein Unfall!!) sind gedeckt, ob nun die Zeit gemessen wird oder nicht oder ob es sich um freie Fahren handelt oder um ein Rennen. Aber ich denke das hängt auch stark davon ab bei welcher Versicherung du bist und welche Deckung du hast. Ich rate dir das mit deiner Versicherung zu klären. Sie können dir sicher die beste Antwort geben.
« Letzte Änderung: Freitag, 19. Dezember 2008, 08:40:23 von Ventus2cx » Gespeichert

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RudiRatlos
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« Antworten #3 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 11:32:44 »

Die meisten Veranstalter (ausser man geht privat auf die Renne und organisiert auch alles andere wie Box etc. privat) für Turns auf der Renne bieten auch noch Versicherungen speziell für Rundstrecken an. Man kann sich also auch dort noch erkundigen. Für 1-2 Tage wird das dann auch nicht allzu teuer.

Gruss RR
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cbwbiker
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« Antworten #4 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 12:17:41 »

Das ist richtig, das die meisten Veranstalter optional eine Tagesversicherung anbieten für die Dauer der Veranstaltung. Leider ist die Leistung allerdings sehr klein (von 150'000 - 250'000). Wenns dich mal wirklich blöd erwischt, kann das ganze wesentlich teuer kommen. Tzrotzdem schliesse ich in der Regel eine Zusatzversicherung ab, da ich damit einfach irgendwie entspannter aufzynden kann.


Gruss
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Tashidelek
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« Antworten #5 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 12:23:55 »

Einfachste Lösung: Versicherung anrufen und die dortigen AGB's erfragen bzw. fragen wie es gehandhabt wird. Das Unfallversicherungsgesetz gibt zwar gewisse Richtlinien vor, und doch haben die einzelnen Versicherer gewisse Spielräume nach welchen Sie sich richten können.

Liebe Grüsse,
Tashi

PS: Nicht einfach so lange am Sachverhalt rumbasteln bis ihr die Antwort kriegt, die ihr gerne hören möchtet, sondern den Sachverhalt ehrlich schildern und euch die am Telefon gegebene Antwort (vor allem wenn es sich um Leistungszusprachen handelt) kurz schriftlich bestätigen lasen, so habt ihr auch etwas in der Hand!
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Tramper
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« Antworten #6 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 12:52:38 »

Handelt es um die Unfalldeckung von Personenversicherungen spielt der Ort und die Tätigkeit beim Unfall keine Rolle in der Schweiz. . Einzig bei Grobfahrlässigkeit kann die Gesellschaft regress auf den Versicherungsnehmer nehmen und die Leistungen kürzen. Ein anderer Punkt ist, dass im Ausland oft der Privatpatienten Tarif bei Touristen zur Anwendung kommt, man aber ohne Zusatzversicherung nur Allgemeine Abteilung versichert ist! Ebenso können die Such-, Bergungs- und Transportkosten auf einen Betrag limitiert sein, wenn dann höhere Kosten entstehen, muss man die selber bezahlen!

Es gibt bei der Unfallversicherung einige stolper Steine, darum ist es sehr empfehlenswert, genau beim Versicherer abzuklären welche Kosten und in welchem Umfang versichert sind, ansonsten gibt es böses Erwachen mit einem finazellen Desaster.

Bei der Motorfahrzeugversicherung oder privaten Haftpflichtversicherung sind Rennen jeglicher Art ausgeschlosen und darum wird es in einem Schadenfall relevant, wo und bei was sich der Unfall ereignet hat. Es gibt aber die Möglichkeit, Rennen gegen eine Mehrprämie einzuschliessen, diese Einschlüsse findet man in den Besonderen Vertragsbedingungen.

Grüessli Tramper
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« Antworten #7 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 13:19:06 »

bin_doof

siehe unten...

« Letzte Änderung: Freitag, 19. Dezember 2008, 13:30:55 von psm-parts.ch » Gespeichert

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« Antworten #8 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 13:24:36 »

Handelt es um die Unfalldeckung von Personenversicherungen spielt der Ort und die Tätigkeit beim Unfall keine Rolle in der Schweiz. . Einzig bei Grobfahrlässigkeit kann die Gesellschaft regress auf den Versicherungsnehmer nehmen und die Leistungen kürzen.

Es gibt noch "schlimmeres" als Grobfahrlässigkeit. Nämlich das Wagnis!

Von der SUVA, bei der wohl die meisten von euch gegen Unfall versichert sind:

Wagnisse - Gefährliche Sportarten
Kürzung der Geldleistungen
Bei folgenden Sportarten, die generell als Wagnisse gelten, werden die Geldleistungen um 50% nach Art. 39 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) gekürzt:

Auto-Wagnisse (Autocross-, Stockcar-, Rundstrecken- und Bergrennen inkl. Training; Auto-Rallye-Geschwindigkeitsprüfungen)
Boxwettkämpfe
Catch-as-catch-can
Fullcontact-Wettkämpfe
Karate extrem (Zertrümmern von Back- oder Ziegelsteinen oder dicken Brettern mit Handkante, Kopf oder Fuss)
Motocrossrennen inkl. Training auf der Rennstrecke
Motorbootrennen inkl. Training
Motorradrennen inkl. Training
Abfahrtsrennen mit Mountain- oder City-Bikes inkl. Training auf der Rennstrecke
Ski-Geschwindigkeits-Rekordfahrten
Tauchen in einer Tiefe von mehr als 40 m
Hydrospeed oder Riverboogie (Wildwasserfahrt bäuchlings auf Schwimmbob liegend)
Snow-Rafting (Schlauchbootfahrten auf Skipisten)

Ebenfalls mit einer Kürzung der Geldleistungen nach Art. 39 UVG um 50 % hat zu rechnen, wer bei einer an sich voll gedeckten Sportart die sportsüblichen Vorschriften oder Vorsichtsgebote in schwerwiegender Weise missachtet (z.B. Fliegen mit Hängegleiter bei sehr ungünstigen Wetterverhältnissen, wie starke Böen, Föhnsturm; Hochsee-Segeln unter extremen Verhältnissen; Kanu- und Kajakfahrten unter extremen Verhältnissen).

Diese Liste ist nicht abschliessend. Als Wagnisse gelten auch andere Aktivitäten mit vergleichbarem Risiko.

Quelle:
http://www.suva.ch/home/suvaliv/wagnisse.htm

Sollte es auf der Rennstrecke zu einem Unfall mit schwerwiegenden Folgen kommen,
werden Juristen darüber entscheiden, ob es ein Wagnis war oder nicht und deshalb
Geldleistungen (Taggelder) gekürzt werden.
Die Aussage von Tramper bezieht sich auf die "Reparaturkosten am Unfallopfer".

Motorsportliche Grüsse
Peter
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« Antworten #9 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 13:53:50 »

Handelt es um die Unfalldeckung von Personenversicherungen spielt der Ort und die Tätigkeit beim Unfall keine Rolle in der Schweiz. . Einzig bei Grobfahrlässigkeit kann die Gesellschaft regress auf den Versicherungsnehmer nehmen und die Leistungen kürzen.

Es gibt noch "schlimmeres" als Grobfahrlässigkeit. Nämlich das Wagnis!

Von der SUVA, bei der wohl die meisten von euch gegen Unfall versichert sind:

Wagnisse - Gefährliche Sportarten
Kürzung der Geldleistungen
Bei folgenden Sportarten, die generell als Wagnisse gelten, werden die Geldleistungen um 50% nach Art. 39 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) gekürzt:

Auto-Wagnisse (Autocross-, Stockcar-, Rundstrecken- und Bergrennen inkl. Training; Auto-Rallye-Geschwindigkeitsprüfungen)
Boxwettkämpfe
Catch-as-catch-can
Fullcontact-Wettkämpfe
Karate extrem (Zertrümmern von Back- oder Ziegelsteinen oder dicken Brettern mit Handkante, Kopf oder Fuss)
Motocrossrennen inkl. Training auf der Rennstrecke
Motorbootrennen inkl. Training
Motorradrennen inkl. Training
Abfahrtsrennen mit Mountain- oder City-Bikes inkl. Training auf der Rennstrecke
Ski-Geschwindigkeits-Rekordfahrten
Tauchen in einer Tiefe von mehr als 40 m
Hydrospeed oder Riverboogie (Wildwasserfahrt bäuchlings auf Schwimmbob liegend)
Snow-Rafting (Schlauchbootfahrten auf Skipisten)

Ebenfalls mit einer Kürzung der Geldleistungen nach Art. 39 UVG um 50 % hat zu rechnen, wer bei einer an sich voll gedeckten Sportart die sportsüblichen Vorschriften oder Vorsichtsgebote in schwerwiegender Weise missachtet (z.B. Fliegen mit Hängegleiter bei sehr ungünstigen Wetterverhältnissen, wie starke Böen, Föhnsturm; Hochsee-Segeln unter extremen Verhältnissen; Kanu- und Kajakfahrten unter extremen Verhältnissen).

Diese Liste ist nicht abschliessend. Als Wagnisse gelten auch andere Aktivitäten mit vergleichbarem Risiko.

Quelle:
http://www.suva.ch/home/suvaliv/wagnisse.htm

Sollte es auf der Rennstrecke zu einem Unfall mit schwerwiegenden Folgen kommen,
werden Juristen darüber entscheiden, ob es ein Wagnis war oder nicht und deshalb
Geldleistungen (Taggelder) gekürzt werden.
Die Aussage von Tramper bezieht sich auf die "Reparaturkosten am Unfallopfer".

Motorsportliche Grüsse
Peter


Nur als kleine Zusatzbemerkung zur Liste von Peter. Man kann durch Zusatzversicherungen (habe ich aber über die Private Unfallversicherung gemacht) diese Dinge auch decken. Ist aber natürlich auch eine Frage des Geldes.
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« Antworten #10 am: Freitag, 19. Dezember 2008, 14:02:39 »

Nur als kleine Zusatzbemerkung zur Liste von Peter. Man kann durch Zusatzversicherungen (habe ich aber über die Private Unfallversicherung gemacht) diese Dinge auch decken. Ist aber natürlich auch eine Frage des Geldes.

... oder der Arbeitgeber schliesst eine Zusatzversicherung zur obligatorischen Unfallversicherung ab,
die Leistungskürzungen bei Grobfahrlässigkeit und Wagnis ausschliesst.

Gruss
Peter
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